Inhalt
In 30 Sekunden
Das Wichtigste in Kürze
- Ski und Schuhe leihen: Ein Kauf lohnt sich laut DSV aktiv vor allem für Vielfahrer mit mehr als sieben Skitagen pro Saison und für Fortgeschrittene.
- Helm, Brille und Handschuhe kaufen: Sie müssen passen und werden bei jedem Skitag gebraucht.
- Stocklänge: Körpergröße mal 0,7. Stöcke sollten der Norm DIN 7331 entsprechen.
- Kinder sind laut DSV aktiv nur mit Rückenprotektor optimal geschützt – zertifiziert nach EN 1621-2.
Du willst Skifahren lernen und stehst vor der Frage, was du dafür brauchst? Die gute Nachricht: Für den Anfang musst du fast nichts kaufen. Dieser Artikel zeigt, welche Skiausrüstung Anfänger leihen und welche sie besser besitzen, worauf es bei Helm, Stöcken und Protektor ankommt und wie du mit einer einfachen Formel die passende Stocklänge findest.
Leihen oder kaufen: Die Grundregel
Ob sich der Kauf von Ski lohnt, hängt vom Können und von der Zahl der Skitage ab. Laut DSV aktiv lohnt sich ein Skikauf vor allem für Vielfahrer mit mehr als sieben Skitagen pro Saison und für Fortgeschrittene.1 Wer mietet, kann das Modell wechseln, wenn der Ski nicht passt oder sich das Können verbessert, und spart sich den Transport. Wer kauft, kennt die Fahreigenschaften des eigenen Skis und kann ihn pflegen und präparieren lassen.1
Gut zu wissen
Für Kinder empfehlen die DSV-Experten Leihski, weil viele Sportfachgeschäfte spezielle Tauschsysteme für Kinderski anbieten.1
Tipp
Als Einsteigerin oder Einsteiger leihst du in der ersten Saison Ski, Schuhe und Stöcke im Skigebiet. So fährst du Material, das zu deinem aktuellen Können passt, und musst nichts durch den Zug oder das Auto schleppen. Gib im Verleih dein Können ehrlich an – davon hängt die Einstellung der Bindung ab.
Was du besitzen solltest
Helm
Ein Helm nach der Norm EN 1077 gilt laut BFU als grundsätzlich sicher. Probier ihn vor dem Kauf an, auch zusammen mit der Skibrille; bei offenem Kinnband darf er beim Kopfschütteln nicht wackeln.2 In Italien ist der Helm seit der Saison 2025/26 für alle Pflicht, in sieben österreichischen Bundesländern für Kinder bis 15. Alles dazu steht in unserem Artikel zur Skihelmpflicht.
Skibrille
Die Brille gehört zur Ausrüstung dazu: Laut DSV aktiv werden etwa 80 Prozent aller Skiunfälle durch Wahrnehmungsfehler mitverursacht.3 Wer nichts sieht, fährt nicht sicher.
Tipp
Kauf Helm und Brille zusammen und probier beides gleichzeitig. Zwischen Brillenrand und Helm sollte keine Lücke bleiben.
Handschuhe, Skisocken und Kleidung
Diese Dinge sind sehr persönlich und verleiht kaum jemand. Wasserdichte Handschuhe, lange Skisocken und eine Hose, die unten über den Skischuh passt, reichen für den Anfang.
Tipp
Zieh keine zwei Paar Socken übereinander und stopf die Hose nicht in den Skischuh. Beides drückt und macht die Füße kalt.
Skistöcke: Länge und Norm
Die Faustregel für die Stocklänge lautet laut DSV aktiv: Körpergröße mal 0,7. Ob ein Stock passt, prüfst du, indem du ihn umgedreht unterhalb des Tellers hältst, sodass der Griff auf dem Boden steht: Bilden Ober- und Unterarm einen rechten Winkel, passt die Länge.4 Mit unserem Stocklängen-Rechner bekommst du den Wert direkt.
Stöcke sollten der Norm DIN 7331 entsprechen. Sie regelt unter anderem, dass der Stock bei einem Sturz knicken muss, ohne zu brechen, und dass sich die Schlaufen bei einem Sturz oder beim Hängenbleiben öffnen oder vom Griff lösen.4 Längenverstellbare Stöcke empfiehlt DSV aktiv vor allem für Kinder und Skitourengeher.4
| Körpergröße | Stocklänge (× 0,7) |
|---|---|
| 150 cm | 105 cm |
| 160 cm | 112 cm |
| 170 cm | 119 cm |
| 180 cm | 126 cm |
| 190 cm | 133 cm |
Die Tabelle rechnet die Faustregel nur um.
Tipp
Liegt dein Wert zwischen zwei erhältlichen Längen, probier beide mit der Umdreh-Probe aus.
Rückenprotektor: Für Kinder Pflicht, für Erwachsene sinnvoll
Kinder sind laut DSV aktiv nur mit einem Rückenprotektor optimal geschützt. Zertifizierte Protektoren erfüllen die Norm EN 1621-2:2014. Weil sich Körperlänge und Gewicht von Kindern innerhalb einer Saison verändern können, ist die jährliche Prüfung wichtig, ob der Protektor noch passt.5
Tipp
Auch Erwachsene, die neu anfangen, stürzen am Anfang öfter. Ein Protektor unter der Jacke stört nicht und ist beim Verleih oft im Paket dabei.
Checkliste für den ersten Skitag
- Ski, Schuhe und Stöcke im Verleih reserviert, Können ehrlich angegeben
- Helm nach EN 1077, sitzt ohne Wackeln2
- Skibrille passt zum Helm
- Stocklänge: Körpergröße × 0,7, mit dem Stocklängen-Rechner4
- Wasserdichte Handschuhe, lange Skisocken, Skihose
- Für Kinder: Rückenprotektor nach EN 1621-25
- Sonnencreme und Lippenschutz eingepackt
Mit der Ausrüstung steht und fällt der Spaß, aber nicht alles: Welche Abfahrt zu Anfängern passt, erklärt unser Artikel zu den Pistenfarben. Wie der erste Lift klappt, steht in Sessellift und Schlepplift richtig fahren. Und wer nicht allein lernen will: Auf Skipartner finden zeigen wir, wo du Leute triffst, die auch gerade anfangen.
Häufige Fragen zur Skiausrüstung für Anfänger
Soll ich als Anfänger Ski kaufen?
Laut DSV aktiv lohnt sich der Kauf vor allem für Vielfahrer mit mehr als sieben Skitagen pro Saison und für Fortgeschrittene.1 Für die erste Saison ist Leihen fast immer die bessere Wahl.
Welche Skilänge brauche ich als Anfänger?
Die Länge hängt weniger von der Körpergröße ab als vom Können und vom Tempo. Richtwerte stehen in unserem Artikel zur richtigen Skilänge.
Brauche ich eigene Skischuhe?
Nicht zwingend. Leihschuhe sind für die ersten Tage in Ordnung. Wer regelmäßig fährt, profitiert von eigenen Schuhen, weil sie passen und die Bindung darauf eingestellt wird.
Fußnoten
-
Ski mieten oder kaufen – was lohnt sich für wen? (DSV aktiv). ↩ ↩2 ↩3 ↩4
-
Skihelm und Snowboardhelm (BFU). ↩ ↩2
-
Materialcheck Teil 2 (DSV aktiv). ↩
-
Materialcheck: Skistöcke (DSV aktiv). ↩ ↩2 ↩3 ↩4
-
Materialcheck: Rückenprotektoren bei Kindern (DSV aktiv). ↩ ↩2
Mini-Quiz
Teste dein Wissen
3 kurze Fragen zum Artikel – schaffst du alle?
0 von 3 richtig
Quellen
Jede Tatsache im Artikel ist mit einer dieser Quellen belegt.
- FachinstitutionSki mieten oder kaufen – was lohnt sich für wen?
- FachinstitutionMaterialcheck: Skistöcke
- FachinstitutionMaterialcheck: Rückenprotektoren bei Kindern
- FachinstitutionMaterialcheck Teil 2
- FachinstitutionSkihelm und Snowboardhelm
Fakten zuletzt geprüft am .